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19.03.2018

Brustkrebsbehandlung - individuell und ganzheitlich

Brustkrebs ist mit etwa 70.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland die häufigste Krebserkrankung der Frau. Die gute Nachricht: Heutzutage können Ärzte die Diagnose Brustkrebs dank einer fortschrittlichen Diagnostik früh stellen.

 

Entstehung: Bösartige Zellen im Brustdrüsengewebe

Es gibt mehrere Faktoren, die für die Entstehung bösartiger Zellen im Brustdrüsengewebe verantwortlich sind. Brustkrebs unterliegt einer multifaktoriellen Genese. Dabei können die Risikofaktoren in zwei Kategorien eingeteilt werden. Es gibt Risiken, die man selbst nicht beeinflussen kann, wie das Alter, eine lange hormonaktive Phase oder in seltenen Fällen genetische Veränderungen. Zum anderen gibt es Risikofaktoren, auf die jede Frau selbst Einfluss hat. Dazu gehören:

  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Tabakkonsum
  • Alkoholmissbrauch

 

Diagnosestellung: Dank fortschrittlicher Diagnostik früh möglich

Ärzte können Brustkrebs dank einer fortschrittlichen Diagnostik früh stellen. Unterschiedliche bildgebende Verfahren wie die Mammographie und die Ultraschalldiagnostik der Brust sind dabei essenziell. Falls Ärzte einen Befund in der Brust als unklar klassifizieren, entnehmen sie eine ultraschallgesteuerte Biopsie dieses Bereichs. Falls sie die Gewebeprobe als bösartig diagnostizieren, setzen sie weitere Untersuchungen ein, um Tochtergeschwülste im Körper auszuschließen. Des Weiteren bestimmen die Ärzte durch die Biopsie die genaue Art des Tumors vor Beginn einer Therapie. Dies hat erhebliche Konsequenzen für das weitere Vorgehen.

 

Brustkrebs: Fachübergreifende Zusammenarbeit unterschiedlicher Experten

Wichtig ist die individuelle, für jede Patientin angepasste Behandlung im operativen wie auch im medikamentösen Bereich. So richtet sich die optimale persönliche Behandlung von Krebs heutzutage individuell nach der betroffenen Frau mit ihrem Tumorleiden.

 

Experten unterscheiden zwischen der lokalen Therapie der Brust und der systemischen Therapie des ganzen Körpers. Die Behandlungen umfassen:

  • Operative Therapie der Brust und des Lymphabflusswegs
  • Lokale Bestrahlung der Brust
  • Systemische medikamentöse Therapie
  • Endokrine Therapie

 

Die Behandlung von Brustkrebs erfordert eine engmaschig kooperierende, fachübergreifende Zusammenarbeit unterschiedlicher Experten. Die individuelle und zugleich leitliniengerechte Therapie nach aktuellem Stand, die das Brustzentrum des Klinikums Landsberg anbietet, entspricht dem schulmedizinischen Ansatz.

 

Interdisziplinäre Tumorkonferenz: Individuelles therapeutisches Konzept

Je nach Art des Tumors und dessen Ausdehnung erstellen fachärztliche Experten gemeinsam ein individuelles therapeutisches Konzept im Rahmen der interdisziplinären Tumorkonferenz. Daran nehmen gynäkologische Chirurgen, Onkologen, Pathologen, Radiologen und Strahlentherapeuten teil.

 

In der integrativen Therapie kommen zusätzlich folgende Maßnahmen zum Einsatz:

  • Wandel des Lebensstils: bewusste Ernährung bei Krebs, körperliche Aktivität, Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion
  • Orthomolekulare Medizin: Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente
  • Phytotherapie: Einsatz von Heilpflanzen

 

 

Autorin: Dr. med. Johanna Klein, Leiterin des Brustzentrums, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, PD Dr. med. Michael Sandherr, Facharzt für Hämatologie und internistische Onkologie


 

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