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23.07.2018

Frauengesundheit: Gemeinsam gegen den Krebs

Die Angst an Krebs zu erkranken, kennen viele Frauen. Gerade wenn man selbst betroffen ist oder im engeren Umfeld jemand an Krebs erkrankt, tauchen viele Fragen auf: „Wieso hat meine Bekannte Krebs bekommen, obwohl sie noch so jung ist? Was bedeutet diese Diagnose? Wie hoch ist mein persönliches Risiko? Was kann ich vorbeugend dagegen tun?“

 

 

In der gynäkologischen Abteilung des Klinikums Landsberg werden Frauen mit unterschiedlichen Krebsarten interdisziplinär und persönlich von einem Expertenteam behandelt. Die häufigste Krebserkrankung der Frau in Deutschland ist der Brustkrebs mit 70.000 Neuerkrankungen pro Jahr – Tendenz steigend.

 

80 % der Brustkrebspatientinnen im Landkreis lassen sich in Landsberg behandeln

Im Jahr 2011 wurde das Brustzentrum des Klinikums etabliert und um ein interdisziplinäres Team unterschiedlicher in der Krebstherapie mitwirkender Fachrichtungen erweitert. „Unter Berücksichtigung der Daten des Tumorregisters Münchens lassen sich mittlerweile ca. 80 Prozent der Brustkrebspatientinnen im Landkreis Landsberg in unserem Brustzentrum behandeln“, sagt Dr. Johanna Klein, Leiterin des Brustzentrums. „Dies zeigt, dass sich die Frauen in unserem Klinikum in guter Behandlung fühlen, wir unseren Frauen eine medizinisch sehr gute, aber auch individuelle und persönliche Behandlung geben.“

 

Enger Kontakt zwischen Ärztinnen und Patientinnen soll Ängste minimieren

Ein wesentlicher Aspekt ist hierbei der enge Kontakt zwischen Ärztinnen und Frauen. „Unsere Aufgabe ist es, jeder Frau die Situation verständlich zu machen, um die bestehende Angst so gut es geht zu minimieren.“ Dies ist nur nach mehrfacher Aufklärung durch einen Ansprechpartner möglich. „Der Krebs lässt sich nur dann besser bekämpfen, wenn die betroffene Frau „ihn“ kennt und versteht“, davon ist Dr. Klein überzeugt. Gleichzeitig ist ein wichtiges Anliegen, der betroffenen Frau alle Unterlagen und zusätzliches Informationsmaterial geordnet mitzugeben. „Man kann und soll sich die vielen Informationen nicht merken müssen.“

 

„Die Erkrankung tritt am häufigsten im Alter von 65 Jahren auf, aber natürlich diagnostizieren wir auch bei sehr jungen Frauen Brustkrebs. Die Ursache ist multifaktoriellen Ursprungs, d.h. viele Faktoren gemeinsam sind für die Entstehung verantwortlich“, erläutert die Leitende Oberärztin der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe im Klinikum, Dr. Klein. „Insbesondere Alter, Fettleibigkeit, erhöhter Alkoholkonsum und Rauchen sind bekannte Faktoren. Eine genetische Komponente ist eher selten die Ursache von Krebs.“ Dr. Klein betont die Bedeutung der achtsamen Lebensführung, zu der gesunde Ernährung und Sport als wichtigste Maßnahmen gegen Krebs gehören. „Gewohnheiten längerfristig zu ändern, ist eine der schwierigsten Aufgaben, jedoch essenziell.“

 

Minimal-invasive, schonende Operationstechnik bei Gebärmutterkrebs

Gebärmutterkrebs ist der zweithäufigste bösartige Tumor der Geschlechtsorgane der Frau. Jede Blutung nach dem Wechsel sollte durch einen kleinen operativen Eingriff mittels Gebärmutterspiegelung abgeklärt werden. Falls Gebärmutterkrebs diagnostiziert wird, stehen operativ minimal-invasive therapeutische Möglichkeiten zur Verfügung. Wenn bei größeren Tumoren die Entfernung der Lymphknoten im Becken oder entlang der Hauptschlagader notwendig ist, wird diese Operation ebenfalls per Bauchspiegelung im Klinikum Landsberg durchgeführt.

 

„Vorteil dieser schonenden Operationstechnik ist es, dass die Patientinnen eine schnellere Genesung und damit einen kürzeren stationären Aufenthalt haben“, erläutert Dr. Klein. Insgesamt ist bei jeder Krebserkrankung ein interdisziplinäres Vorgehen dringend notwendig. Im Rahmen des Aufenthaltes werden zusätzlich physikalische und psychoonkologische Unterstützung angeboten. Um die Frauen von zusätzlichem organisatorischem Stress zu entlasten, werden Termine zu Anschlussbehandlungen durch das Team der Gynäkologen vereinbart.

 

Eine persönliche Behandlung auf medizinisch aktuellstem Stand

„Eine medizinisch gute, auf aktuellem Stand befindliche, aber trotzdem persönliche Behandlung ist für die Genesung sehr wichtig. Wir sind froh und zugleich auch stolz, in der gynäkologischen Abteilung im Klinikum Landsberg dies anbieten zu können“, unterstreicht Dr. Britt Kerler, Chefärztin der gynäkologischen Abteilung und Geburtshilfe.


 

 

Autoren:

Dr. med. Britt Kerler, Chefärztin der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Dr. med. Johanna Klein, Leitende Oberärztin und Leiterin des Brustzentrums Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Brustsprechstunde: Dienstag 8.30 – 14.00 Uhr

Tel.: 08191 333-1010
Fax: 08191 333-1971010
E-Mail: gyn.ambulanz@klinikum-landsberg.de


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