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10.10.2018

Was gegen Schulterschmerzen hilft

Am Donnerstag, den 8. November 2018, findet um 19 Uhr im Klinikum Landsberg in unserem Vortragsraum im Untergeschoss folgender Fachvortrag statt, zu dem wir alle Interessenten herzlich einladen.

Referentin: Dr. med. Susanne Lochner, Oberärztin, Fachärztin für Unfallchirurgie und Orthopädie; Spezielle Unfallchirurgie, Notfallmedizin, Sportmedizin, Höhenmedizin, manuelle Therapie, Sonographie der Gelenke

In Deutschland leidet nahezu jeder Vierte unter Schmerzen in der Schulter. Das komplexe Zusammenspiel von Bändern, Kapsel, Muskeln und Sehnen gibt dem Gelenk einerseits eine einzigartige Beweglichkeit. Andererseits ist es anfällig für Verletzungen und degenerative Erkrankungen. Da heutzutage immer mehr Menschen Trend- und Risikosportarten nachgehen, haben Verletzungen oft gravierendere Folgen als früher. Auch fördern langjährige Arbeitsbelastungen und Überlastungen die Entwicklung degenerativer Erkrankungen.

Verletzungen und degenerative Erkrankungen der Schulter
Die Ursachen für Schulterschmerzen sind vielfältig. Häufig entstehen schon in jungen Jahren Entzündungen durch Fehl- und Überbelastungen oder „Kalkablagerungen". In der Folge kommt es dann zum Sehnenverschleiß durch knöcherne Anbauten (Engen). Wenn das Gelenk nicht behandelt wird, belastet der zunehmende Verschleiß (Arthrose) viele, gerade ältere Menschen stark. Wer unter Arthrose leidet, klagt öfter über Schmerzen, auch nachts, wenn der Verschleiß fortschreitet. Das Gelenk kann sich entzünden, die Beschwerden können die Beweglichkeit stark einschränken. Letztlich schränkt Arthrose die Mobilität und damit die Lebensqualität des Betroffenen mehr und mehr ein.

Während noch vor 15 Jahren eine ursächliche Therapie schwierig oder gar unmöglich war, können Experten heutzutage vielen Patienten helfen. Lange Zeit galt die Schulter als zu kompliziert, um sie erfolgreich operativ behandeln zu können. Das hat sich inzwischen geändert. Um die schmerzfreie Beweglichkeit und Funktion des Gelenks wieder herzustellen, gibt es ein breites Angebot an konservativen und operativen Verfahren.

Klinikum Landsberg hat sich auf Schulterchirurgie spezialisiert
Auch das Klinikum Landsberg hat sich auf die Schulterchirurgie spezialisiert. Die Experten setzen konservative Behandlungen sowie arthroskopische und offene Operationen ein. Im Klinikum Landsberg können sich Menschen mit diesen Schulterbeschwerden behandeln lassen:
• Impingement (schmerzhafte Bewegungseinschränkung)
• Kalkschulter
• Rotatorenmanschettenrisse
• Bizepssehnenrefixierung/-versatz
• Instabilitäten
• Schultersteife
• Frakturen (Brüche)
• Schultereckgelenksverletzungen/-arthrose
• Endoprothetik (Gelenkersatz) bei Arthrose/nach Unfällen

Viele arthroskopische Eingriffe sind inzwischen Routine geworden
Der technische Fortschritt und die Entwicklung spezieller Instrumente und immer kleinerer Implantate ermöglichen heute viele Eingriffe am Schultergelenk in der sogenannten Schlüssellochtechnik. Dadurch können die früher oftmals notwendigen großen „offenen" Operationen, die die Patienten stark belasten, meist entfallen.

Während früher lediglich Gelenkspülungen, das Entfernen freier Gelenkkörper oder Kalkentfernungen mittels Schlüssellochtechnik möglich waren, sind inzwischen viele arthroskopische Eingriffe Routine geworden. So gehören Schleimbeutelentfernungen bei chronischen Entzündungen, Schulterdachplastiken beim Engpasssyndrom und das Lösen von Verwachsungen nach Unfällen genauso wie die gesamte Palette rekonstruktiver Verfahren zum Repertoire jedes erfahrenen Schulterchirurgen. Operateure können gerissene Sehnen wieder rekonstruieren und instabile Gelenkkapseln zielgerichtet raffen. Auch wenn ein Gelenkersatz nötig wird, können sie durch die neue schaftfreie Implantatgeneration mit deutlich kleineren Schnitten als früher die verbrauchte Gelenkoberfläche ersetzen.

Patienten erleben weniger Schmerzen und genesen schneller
Arthroskopische Operationsverfahren bringen den Patienten mehrere Vorteile. In erster Linie erleben sie deutlich weniger Schmerzen und dank der kleinen Schnitte heilt die Wunde rascher. Auch genesen sie schneller und können das Krankenhaus früher verlassen. Früher musste man bei aufwändigen Rekonstruktionen, Verletzungen der Rotatoren-Manschette oder Schulterstabilisationen von einem Klinikaufenthalt von ein bis zwei Wochen ausgehen. Heute können arthroskopisch Operierte das Krankenhaus meist nach zwei bis drei Tagen verlassen.

Darüber hinaus sind Patienten in Abhängigkeit von ihrer Erkrankung schneller wieder arbeitsfähig. Nach bestimmten Operationen, wie der Schulterdachplastik beim häufigen Engpasssyndrom, können Patienten bereits am Tag nach der Operation mit Bewegungsübungen beginnen.


 

 Autor: Dr. med. Susanne Lochner, Oberärztin, Fachärztin für Unfallchirurgie und Orthopädie; Spezielle Unfallchirurgie, Notfallmedizin, Sportmedizin, Höhenmedizin, manuelle Therapie, Sonographie der Gelenke


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