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31.05.2019

Gastritis: Was gegen einen gereizten Magen hilft

Eine Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis) entsteht, wenn die Schleimhaut gereizt oder geschädigt wird. Ursache sind meist Bakterien oder das regelmäßige Einnehmen von Schmerzmitteln.

Schätzungen zufolge erkrankt in Deutschland jeder Fünfte im Laufe seines Lebens an einer akuten Magenschleimhautentzündung. Dabei steigt das Risiko mit dem Alter. Frauen erkranken meist zwischen dem 45. und 64. Lebensjahr, Männer häufig erst nach ihrem 65. Lebensjahr.

Ursachen: Infektion mit Bakterien oder regelmäßige Schmerzmitteleinnahme

Auslöser für eine Magenschleimhautentzündung sind oft eine Infektion mit bestimmten Bakterien, den sogenannten Helicobacter Pylori, oder die Einnahme entzündungshemmender Schmerzmittel.

Experten unterscheiden die akute und die chronische Magenschleimhautentzündung. Die akute Form löst oft beträchtliche Beschwerden aus. Allerdings klingen diese in der Regel nach ein paar Tagen wieder ab. Die chronische Form einer Gastritis bemerken Betroffene dagegen nicht immer. Manchmal wird sie erst dann von Ärzten festgestellt, wenn sich bereits Magengeschwüre entwickelt haben, die wiederum Beschwerden auslösen.

Typische Anzeichen: Magenschmerzen, Völlegefühl, Übelkeit

Ist die Magenschleimhautentzündung chronisch, nehmen Betroffene nicht immer Anzeichen wahr, häufig sind sie nur leicht oder gar nicht spürbar. Dagegen löst eine akute Entzündung ganz typische Beschwerden aus, die allerdings auch bei Erkrankungen wie der Reflux-Krankheit, dem Reizdarmsyndrom oder einer Magen-Darm-Grippe auftreten können. Zu den typischen Beschwerden zählen vor allem:

- Magenschmerzen

- Völlegefühl

- Übelkeit

- Sodbrennen

- Aufstoßen

- Appetitlosigkeit

- geblähter Bauch

Je nachdem, wie stark die Beschwerden sind, nehmen Ärzte eine Magenspiegelung vor, um die Symptome weiter abzuklären. Während dieser Untersuchung führen sie ein sogenanntes Gastroskop durch Mund und Speiseröhre in den Magen ein. So können sie Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm betrachten und Veränderungen wie Entzündungen oder Blutungen an der Magenschleimhaut erkennen. Auch ist es möglich, eine Gewebeprobe zu entnehmen, um sie zum Beispiel auf Helicobacter Pylori oder Zellveränderungen zu untersuchen.

Hilfreich: Gesunde Ernährung und Verzicht auf Alkohol und Nikotin

Oft ist es hilfreich, den eigenen Lebensstil auf den Prüfstand zu stellen. Wer mit Magenproblemen zu kämpfen hat, sollte versuchen, sich gesund zu ernähren, auf Alkohol zu verzichten, mit dem Rauchen aufzuhören und den Alltag entspannter zu gestalten. Hilft dies allein nicht, kommt zusätzlich eine medikamentöse Therapie in Betracht. In der Regel behandeln Ärzte eine Gastritis mit sogenannten säurehemmenden Medikamenten. Wurde die Gastritis durch eine Helicobacter-Infektion hervorgerufen, werden diese mit Antibiotika kombiniert.

Wenn die gereizte Magenschleimhaut die Magenwand nicht mehr genügend schützen kann, können Entzündungen und Verletzungen entstehen. Dann bildet sich mitunter ein Geschwür, das ernsthafte Komplikationen wie Blutungen nach sich ziehen kann. Ist die Schleimhaut dauerhaft entzündet, kann sich auch eine Blutarmut entwickeln, sehr selten entsteht ein bösartiger Tumor.

Klinikum Landsberg: Spezialisten in der Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

Im Klinikum Landsberg steht allen Betroffenen mit Magen- oder Darmerkrankungen in der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie ein kompetentes Team zur Verfügung. Die Spezialisten nehmen die Sorgen und Ängste ihrer Patienten ernst und behandeln sie nach neuesten medizinischen Standards. Dabei setzen sie modernste Methoden und Techniken ein.

  


  Ansprechpartner: Dr. med. Harald Tigges, Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie


 

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