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31.07.2019

Seniorengesundheit: In Bewegung bleiben!

Am Donnerstag, 8. August 2019, findet um 19 Uhr im Klinikum Landsberg in unserem Vortragsraum im Untergeschoss folgender Fachvortrag statt, zu dem wir alle Interessierten herzlich einladen. Thema: "Seniorengesundheit: Bleiben Sie in Bewegung!"

Referent ist Ulrich Hamberger, Gesundheitsmanager BA, Physiotherapeut im Schmerzzentrum des Klinikums Landsberg am Lech.

Das Älterwerden ist naturgemäß mit gesundheitlichen Risiken verbunden: Häufig haben ältere Menschen mit chronischen Erkrankungen zu tun. Hinzu kommen der altersbedingte Muskelabbau und das Anhäufen von Körperfett. Auch steigt die Sturzgefahr mit dem Alter. Darüber hinaus nehmen viele der über 65-Jährigen regelmäßig mehrere Medikamente ein.

Wer sich regelmäßig bewegt, senkt sein Krankheitsrisiko

Die gute Nachricht: In jedem Alter wirkt Bewegung gesundheitsfördernd. Sie trägt dazu bei, viele der Erkrankungen, die oft im Alter auftreten, zu verhindern oder hinauszuzögern. Menschen, die sich regelmäßig bewegen, senken ihr Krankheitsrisiko, leben länger und sind guter Stimmung. Diesen Schluss zogen Wissenschaftler, die sich mit der Wirkung von regelmäßiger körperlicher Aktivität befasst haben. Sie werteten Studien aus, an denen insgesamt mehr als eine Million Probanden teilgenommen haben. Ergebnis: Sport und Bewegung senken die Morbidität (Krankheitshäufigkeit) und Mortalität (Sterberate) im Vergleich zu inaktiven Menschen um 30 bis 40 Prozent.

Therapeuten behandeln zahlreiche Erkrankungen mit Bewegung

Das gleiche gilt auch für eine größere Zahl von Krankheiten. Denn Ärzte und Therapeuten setzen Bewegung inzwischen nicht nur in der Prävention und Rehabilitation ein, sondern auch als Therapieform gegen viele Krankheiten – und das mit guten Erfolgen. Demnach wirkt Bewegung positiv auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen ebenso wie Stoffwechselerkrankungen oder neurologisch-psychiatrische Krankheiten.

Beispielsweise senkt körperliche Aktivität bei Menschen mit koronarer Herzkrankheit die Sterblichkeit um 30 bis 40 Prozent. Nach einem Herzinfarkt gehört Bewegung also auf jeden Fall zu einer gesunden Lebensführung. Auch hilft Bewegung, den Blutdruck zu senken. Positive Wirkungen hat körperliche Aktivität auch auf Diabetes mellitus, viele Lungenkrankheiten, degenerative Erkrankungen sowie Tumoren.

Besonders geeignet: Ausdauersport und muskelaufbauendes Training

Eine angemessene körperliche Aktivität wirkt sich also auf vielfältige Weise positiv aus. Dabei spielt nicht nur ein Ausdauertraining eine Rolle, sondern auch ein muskelaufbauendes Training. Gerade dieses Training verbessert nicht nur die Belastbarkeit im Alltag, beugt Stürzen vor und reduziert Schmerzen. Zudem verbessert es den Stoffwechsel, die Stimmungslage und die kognitive Leistungsfähigkeit.

Wie viel Bewegung sinn- und wirkungsvoll ist, haben Wissenschaftler in den „Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung" erarbeitet. Speziell ältere Menschen ab 65 Jahren sollen demnach regelmäßig körperlich aktiv sein, um ihr Risiko zu minimieren, eine chronische Erkrankung zu entwickeln. Jede zusätzliche Bewegung ist mit gesundheitlichem Nutzen verbunden. Jeder noch so kleine Schritt weg vom Bewegungsmangel fördert die Gesundheit.

Bewegungsempfehlungen für Menschen ab 65 Jahren

Um die Gesundheit zu erhalten und umfassend zu fördern, empfehlen die Wissenschaftler Menschen ab 65 Jahren:

möglichst mindestens 150 Minuten pro Woche ausdauerorientierte Bewegung mit moderater Intensität, zum Beispiel 5 x 30 Minuten pro Woche, odermindestens 75 Minuten pro Woche ausdauerorientierte Bewegung mit höherer Intensität oderausdauerorientierte Bewegung in Kombination beider Intensitäten und dabei die Gesamtaktivität in mindestens zehnminütigen einzelnen Einheiten verteilt über Tag und Woche sammeln, zum Beispiel mindestens 3 x 10 Minuten pro Tag oder 5 x 30 Minuten pro Woche,muskelkräftigende körperliche Aktivitäten an mindestens zwei Tagen pro Woche,Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sollten an mindestens drei Tagen der Woche Gleichgewichtsübungen zur Sturzprävention machen.

Ältere Menschen sollten darüber hinaus lange Sitzphasen meiden und nach Möglichkeit das Sitzen regelmäßig mit körperlicher Aktivität unterbrechen. Wer den Umfang oder die Intensität der Bewegung über diese Empfehlungen hinaus weiter steigert, erzielt weitere Gesundheitseffekte. Menschen, die gesundheitlich eingeschränkt sind und daher diesen Empfehlungen nicht in Gänze nachkommen können, sollten sich so viel bewegen, wie es ihre gesundheitliche Situation zulässt.

 

Ansprechpartner: Ulrich Hamberger, Gesundheitsmanager BA, Physiotherapeut (spezielle Schmerzphysiotherapie) im Schmerzzentrum am Klinikum Landsberg am Lech

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