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04.08.2016

Neue Ansätze und Angebote für Patienten mit Demenz

Der Anteil ältere Menschen in der Bevölkerung nimmt immer mehr zu. Mit dem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit für Gedächtnisstörungen aller Art, auch Demenzerkrankungen. Ein Klinikaufenthalt ist für Menschen mit Demenz ebenso wie für die Mitarbeiter eine große Herausforderung.

Schätzungen zufolge lebt in Deutschland derzeit etwa eine Million Demenzkranke. In den Medien wird immer häufiger über dieses Krankheitsbild berichtet. Viele auch jüngere Menschen machen sich deshalb Sorgen, wenn sie bei sich Konzentrations- und Gedächtnisstörungen bemerken und befürchten eine Demenz. Tatsächlich ist die Demenz die häufigste, aber keineswegs ausschließliche Ursache für Gedächtnisstörungen im Alter.

Demenzformen: Am häufigsten ist die Alzheimererkrankung

Innerhalb der eigentlichen Demenzformen ist die Alzheimererkrankung am häufigsten, gefolgt von gefäßbedingten Demenzen und auch den sogenannten Lewy-Körper-Demenzen, nicht selten sind es Mischformen. Das Krankheitsbild durchläuft mehrere Stadien. Die Abklärung erfolgt durch Gespräche mit den Betroffenen und Angehörigen, psychologische Tests, Blut- und eventuell Nervenwasseruntersuchungen sowie bildgebende Verfahren im Allgemeinen in Zusammenarbeit mit Psychiatern.

Die Erkrankung kann nicht geheilt werden. Doch können Symptome und Verhaltensauffälligkeiten, die die Erkrankten sowie Angehörigen belasten, gelindert werden. Wichtig ist dabei bestimmte Regeln im Umgang wie auch gegebenenfalls medikamentöse Maßnahmen zu beachten.

Akutkrankenhaus: Eingehen auf die Ängste von Patienten mit Demenz

Die Versorgung von Menschen mit Demenz stellt gerade die Mitarbeiter eines Akutkrankhauses vor neue Herausforderungen. Ziel ist es, in einem zeitgesteuerten Prozess gezielt auf die Ängste und Bedürfnisse der Patienten und ihrer Angehörigen einzugehen und zugleich den Versorgungsauftrag professionell zu handhaben.

Für Betroffene, Pflegende und Behandelnde ist dies eine große Aufgabe. Einerseits verstehen Patienten mit Demenz die Abläufe und Prozesse eines Krankenhauses oft nicht, andererseits trägt der Ortswechsel dazu bei, dass ihre Desorientierung weiter zunimmt. Krankheitsbedingt entwickeln diese Patienten Verhaltensweisen, die mitunter nur schwer verständlich sind.

Klinikum Landsberg: Leistungen und Angebote für Demenzkranke

Mit einem ganz speziellen Angebot versucht das Klinikum Landsberg, diese neue Herausforderung zu meistern. Um auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz adäquat einzugehen, hält das Klinikum folgende Leistungen und Angebote bereit:

  • Gesundheits- und Krankenpflege mit der Weiterbildung zum Demenzexperten
  • Demenzhelferinnen
  • Spezielle Inhouse Fortbildungen
  • Erweitertes Pflegeassessment
  • Protektive Schutzmaßnahmen
  • Café „Vergiss mein nicht“ – Beschäftigung des dementen Patienten in der Akutklinik
  • Kooperationsgemeinschaft mit der Förderschule in Landsberg
  • Arbeitsgemeinschaft der Berufsfachschule für Krankenpflege (noch in Arbeit)
  • Besuchsdienst
  • Farbiges Geschirr und farbige Servietten
  • Fachpsychiatrische Beurteilung durch die MitarbeiterInnen der Lech-Mangfall-Klinik.

 

 

 

 


 

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